Golm in der Uckermark
Golm in der Uckermark

 

Auszug aus dem Historischen Ortslexikon, BD VIII, Uckermark,

Weimar 1966 von Liselott Enders

 

Golm nnö Greiffenberg

Uckermark,/Stolpischer Kr – Kr Angermünde – Kr Angermünde/Bez. Frankfurt,

Rg, GutsBez mit Vorwerk (1885 mit Wohnplatz, Büdnerhäuser; um 1860 noch Gem- und GutsBez); 1927 GutsBez G in LandGem umgewandelt; 1931 Gem mit dem Wohnplatz Vw Golm; 1971 Gem.1860: a) 86 Mg (46 Mg Gehöfte, 40 Mg Acker), b) 3590 Mg (5 Gehöfte, 20 Mg Gartenland, 2687 MG Acker, 412 Mg Wiese, 466 MG Weide); 1900: 946 ha; 1931: 969 ha.Dorfähnliche Gutssiedlung mit KPlatz, 400 m n G. GutsEtabl „Vw" (UrMBl 1403/2850 Passow von 1827); auf WFM G.1354 Golm (B II 352 Or).Bis 1849 PatrimG unter Prenzlau, 1849 – 1879 KreisG Angermünde, 1879 – 1952 AmtsG AngermündeVor 1354 brand, 1354 -1446 unter pommerscher Landesherrschaft; im 15. Jh zwei Besitzanteile nachweisbar;

1. Vor 1472 – 1872 v. Arnim zu Zichow und G. über 32 Hf, 2 Teile an Patr und StraßenG (1472) bzw. über Feld und Schäferei(en) zu G.(1487) und 2 Meierhöfe (1527) bzw. über 2 Vw mit Schäfereien (1608); 1664/66 bis 1666 im Wiederkaufbesitz der Brewitzschen Erben infolge Konkurs' des v. Arnim zu G., 1666 durch v. Arnim zu Zichow wiedereingelöst; 1703 wiederkaufs-weise auf 20 Jahre an v. Enckeforth veräußert, bald danach wiedereingelöst; seit 1865 an Amtmann Fiebelkorn vberpachtet,

2. Vor 1472 bis nach 1482 Smucke (Smuck) zu Flemsdorf und G. über 15 Hf zu G. mit den Höfen, ½ (1) Patr und StraßenG, ½ GemWiese und 2 andere Wiesen (1472) bzw. über 7 ½ Hf in der FM zu Golm im Uckerland gelegen mit dem Wohnhof, 7 KossHöfen, ½ Deich vor G., ¼ an der großen Wiese im Feld zu G., ¼ Holz, ¼ Schulzen G, ¼ an den „Broken" (1482); vor 1487 an v. Arnim veräußert.

7. 1354: Dorf, zusammen mit anderen Orten an Pommern zur Erbhuldigung verwiesen; danach wahrscheinlich wüst

1472: Zu Zichow gehören: 32 Hf auf dem Feld zu G., 2 Teile der Wiesen und Holzung; dem Smuke gehören: 15 Hf zu G. mit den Höfen, ½ GemWiese und andere Wiesen

1475: Die Smuke, erbsessen zu G.

1482: Wohnhof des Smuke zu G., 7 KossHöfe (besetzt?), Krug, Deich, SchulzenG, Wiesen, Holzung und Bruch (Lehnbrief für Smuke)

1487: Schloß Zichow mit dem Feld zu G., dem Ackerwerk zu Zichow und 3 Schäfereien zu G. und Zichow,

1527: Ackerhof mit Baumgarten, Meierhof und Schäferei zu G.

1573: 2 v. Arnimsche Pachtschäfer, 1 Kuhhirt

1578: 2 v. Arnimsche Pachtschäfer

1608: 2 Vw mit Schäfereien

1618: Vw G. hat Land zu 36 Wsp 12Schf Aussaat, Schäferei, Fischerei

1684: Dorf zu Zichow gehörig

1685: FM G. ist lauter Ritteracker

1706: Erblicher Verkauf einer Freistelle mit 1 Hf von 2 Schf Saat und einer Wiese im Dorf G. durch v. Arnim an seinen Untertan P. Bützow, so wie der Schmied und Gerber es haben

1711: 1 Pachtschäfer

1729: Wohnhaus v. Arnims (2 Stock, Holz), Brauhaus, Ställe, Scheune (1680 erbaut), Darrhaus, Lusthaus im Garten, Gärtnerhaus, Schäferhaus; 2 Häuser mit 4 Wohnungen (bewohnen 3 Koss, 2 Hirten), 1 Häckerhaus mit 4 Wohnungen, 4 KossHäuser, 2 große alte Geb auf der 2. Ritterstelle in G., sehr alt und schadhaft, sind 5 Koss zur Scheune eingegangen; 1 Haus (bewohnen 2 Koss),

1734: 8 Koss, 7 Häuslinge, 1 Schmied, 1 Leineweber, 2 Schneider, 1Radmacher, 1 Schäfer, 3 Hirten, 11 Knechte, 7 Mägde.

1745: Freidorf; 1 VW, 8 Koss

1756/57: RitterVw mit Land zu 24 Wsp Aussaat 1. Klasse

1775: KDorf, Vw; Schäferei (alles ritterfrei); 24 Bdr, Einl u.a. Einwohner; 31 Feuerstellen (16 in Familienhäusern).

1790: RitterVW; 1 Verwalter oder Unterpächter, 8 Koss, 12 Einl, 1 Schmied; 18 Feuerstellen.

1801: Dorf und Gut; 8 GanzKoss, 13 Einl, Schmiede, Krug; 140 Mg Holz; gänzlich ritterfrei; 22 Feuerstellen

1840: Rg; 18 Wohnhäuser.

1855: 1 Händler, 1 Schankwirt.

1860: a) Dorf; 2 öff, 5 Wohn-, 6 WirtschaftsGeb, b) Gut; 20 Wohn-, 23

WirtschaftsGeb

1882: Großer Besitz: 1 über 1000 Mg (3717Mg); kleiner Besitz: 3 Bdr mit 5 – 30 Mg

(zusammen 58 Mg), 2 Besitzungen unter 5 Mg (zusammen 9 Mg).

1897: 1 RgBesitzer (926 ha), 2 Inspektoren, 1 Erzieherin, 1 Wirtschafterin, 1 Lehrer, 2 Bdr (1 mit 7 ha, 1 mit 2 und 6 ha in der Gemarkung Fredersdorf und Biesenbrow), 1 Schankwirt (1 ha)

1900: 21 Häuser

1927: KDorf, Rg; Gut nach dem 1. Weltkrieg von der Siedlungsgesellschaft Eigene Scholle angekauft und gesiedelt.

1931: 55 Wohnhäuser

1939: Land- und forstwirtschaftl. Betriebe: 24 mit 20 – 100 ha, 11 mit 10 – 20 ha, 8 mit 5 – 10 ha, 3 mit 0,5 – 5 ha.

1957: 1. LPG Typ III, mit 15 Mitgliedern und 96 ha LN

1960: 1 LPG Typ III mit 25 Mitgliedern und 237 ha LN, 1 LPG Typ I mit 40 Mitgliedern und 409 ha LN.

1972: Gründung einer neuen LPG in G. nach der Auflösung der LPG Typ III und Typ I

1974: Zusammenschluß der LPG in G. und in Briest zur LPG Briest/G.

1977: LPG G.

 

Bt Kammin; Ende 17. Jh, 1800, 1950 TK von Zichow, 1970 TK von Briest, bis 1818 Sub Prenzlau I, 1818 – 1828 Sub Prenzlau II, 1828 bis 1970 Sub Gramzow, seit 1970 Sub Angermünde; Patr: Gut G. (s. 6.),Stattliche rechteckige Feldstein K 2. Hälfte 13. Jh mit WTurm in Schiffsbreite, fenstergewände in Backstein, Wiederherstellung 1711 – 1714 mit quadratischen Bretterturm, Kanzelaltar von 1711, 1977 Renovierung KInnern

10. Einwohner:  1734: 147;     1774: 184;    1790: 194;    1801: 232;    1817: 218; 1840: 244,         1858: a) 51, b) 208;            1895: 283;    1925: 390;    1933: 345; 1939: 316;         1946: 411;      1964: 269;   1971: 234;     1981: 191;    1998: 133;

2003: 131;          2008: 139;      2010: 151;   2015: 144; 



 

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